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Kreis
Kleve: Carnevale di
Bari in Weeze
Närrisch ging's
gestern am Airport
zu: Zum Erstflug
Bari-Niederrhein und
zurück kamen
Prinzenpaar und
Garde aus Goch,
Bürgermeister,
Monsignores und
Harlekine gaben sich
die Ehre. Außer
Karneval lockt in
Süditalien der
Strand.
Etwas irritiert
sehen sich einige
der dunkelhaarigen,
in dicke
Daunenjacken
gehüllten Passagiere
um, als sie vom
soeben gelandeten
Flugzeug aus übers
Rollfeld Richtung
Flughafengebäude
marschieren. Nicht
etwa die
obligatorische "Ryanair-pünktlich-Fanfare"
hören sie hinter
sich, sondern
närrische Klänge der
Musiker von "Carnivale
di Putignano". Zum
Erstflug Bari-Weeze
haben die
Süditaliener nämlich
nicht nur
Medienvertreter
mitgebracht, sondern
auch Karnevalisten.
Putignanos
Bürgermeister
Angelini de Miccolis
Gianvincenzo wurde
nicht zuletzt von
einem schwarz
Monsignore in
schwarzer Soutane
begleitet – Don
Camillo und Peppone?
Mit Pauken und
Trompeten
Mehr Maschinen
Ryanair-Pressesprecherin
Henrike Schmidt
nutzte den Bari-Erstflug
für einen Bericht
über die
erfolgreiche
Entwicklung der
Airline, die
Marktführer in
Europa werden will.
"Die Fluggäste legen
keinen Wert mehr auf
die Marke, sondern
auf den günstigen
Preis", versicherte
sie. Ryanair wächst
und wird noch 13
Maschinen auf seine
Basen verteilen. Die
nächsten Erstflüge
ab Weeze sind Oslo,
Stettin und
Lappeenranta.
Der Niederrhein
erwies sich als
guter Gastgeber und
hatte gleich zwei
Rathauschefs zu
bieten: Ulrich
Francken aus Weeze
und Karl-Heinz-Otto
aus Goch. Der
begrüßte die
Weitgereisten gar
mit Pauken und
Trompeten, hatte
nämlich die
KCC-Prinzengarde
samt Tänzerinnen und
Spielmannszug dabei.
Und das Prinzenpaar.
Eine echte
Herausforderung für
die
Sicherheitsmitarbeiter,
denn all das Lametta
und die Instrumente
mussten kontrolliert
werden. Daniela I.
bekannte freimütig,
man habe ihren
langen Rock
angehoben und sie
gründlich abgetastet.
Das Krönchen ihrer
Lieblichkeit wurde
genau so gründlich
wie die schwere
Amtskette von Prinz
Christian I.
inspiziert. Die
dicke Pauke des
Musikzugs passte
nicht durch die
Schleuse – sie
erfuhr als "sperriges
Gut" eine
Sonderbehandlung.
Weitere Artikel
Seit gestern
verbindet Ryanair
dreimal in der Woche
das süditalienische
Bari mit dem
Niederrhein. Die
Stadt Putignano,
etwa 70 Kilometer
südlich der
Hafenstadt am
adriatischen
Stiefelabsatz
gelegen, dürfte
insbesondere für
Badeurlauber
interessant sein.
Albano Versienti,
Mitarbeiter der
Gocher
Stadtverwaltung, der
als Dolmetscher
dabei war, kennt die
Region gut – sein
Eltern leben dort.
"In Apulien treffen
Sie am Strand noch
vorwiegend Italiener",
berichtet er.
Dennoch sei in den
vergangenen Jahren
viel in die
touristische
Infrastruktur
investiert worden.
Dass der
Karnevalsclub
Concordia dabei war,
hat einen besonderen
Grund: Er stellt
seit 2009 die
Ehrengarde des
Airport Weeze. Die
hiesigen
Karnevalisten hatten
nicht damit
gerechnet, dass die
Gäste aus Süditalien
als Harlekine,
Priester oder
lustige Witwen daher
kamen (Apulien
feiert Carnivale
mittelalterlich mit
Maskenbällen und
Umzügen).
Gesungen und
geschunkelt wurde
bis zum baldigen
Rückflug
gesamteuropäisch.
Samstags, dienstags
und donnerstags um
13.25 Uhr geht's ab
sofort nach Bari.
Der Rückflug findet
an den selben Tagen
vormittags statt.
RP Online
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