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Geldern:
Anwohner warten auf
Geld
Geldern (RP)
Winnekendonker
Bürger bitten
Landrat Wolfgang
Spreen um Hilfe: Sie
beklagen, dass sie
noch keine
Entschädigungszahlung
vom Flughafen Weeze
erhalten haben. Im
August hatten sie
sich mit dem Airport
geeinigt.
Anwohner aus
Winnekendonk üben
derzeit Druck auf
den Flughafen aus,
weil noch einige
Entschädigungszahlungen
ausstehen. Das soll
aber in ein paar
Wochen erledigt sein.
RP-Archivfoto:
Ostermann
Anwohner aus
Winnekendonk machen
Druck bei Landrat
Wolfgang Spreen.
Dieser soll dafür
sorgen, dass der
Airport Weeze die
Entschädigungen
zahlt, die im Rahmen
der Einigung mit den
Fluglärmgegnern im
Herbst vergangenen
Jahres ausgehandelt
wurden. Namentlich
geben sich die
Anwohner allerdings
nicht zu erkennen:
Der Brief mit der
Forderung ist
unterschrieben mit "Ihre
"W'donker".
Spreen soll, so die
Bitte, "beim
Flughafen-Management
Herrn van Bebber
intervenieren, damit
die nun seit
November 2009
überfälligen
Entschädigungszahlungen
nunmehr unverzüglich
eingeleitet werden".
Viele der "mehr als
60 Betroffenen"
hätten "in Erwartung
der genannten
Zahlungen bereits
Ausgaben getätigt",
heißt es weiter.
Und: "Die Sache eilt
deshalb inzwischen."
600 000 Euro
Der Airport Weeze
hatte Mitgliedern
der
Aktionsgemeinschaft,
die an bestimmten
Straßen wohnen, im
Herbst vergangenen
Jahres ein Angebot
gemacht. Wenn die
Aktionsgemeinschaft
die Klagen gegen den
Airport Weeze
zurückzieht, sollen
rund 600 000 Euro
gezählt werden.
Diese Entschädigung
wird auf etwa 120
Betroffene verteilt
– somit kann ein
Haushalt mit einer
Entschädigung von
etwa 5000 Euro
rechnen.
Klagen zurückgezogen
Im August
vergangenen Jahres
hatte die
Aktionsgemeinschaft
gegen Fluglärm
beschlossen, die
Klagen gegen den
Airport Weeze
zurückzuziehen. Der
Airport
unterbreitete ein
finanzielles Angebot,
nachdem er sich
bereits mit weiteren
Einzelklägern
außergerichtlich
geeinigt hatte.
Demnach gibt es
keine ausstehenden
Privatklagen mehr
gegen die
Betriebsgenehmigung
des Airports Weeze;
allein die
niederländische
Gemeinde Bergen hält
noch an ihrer Klage
fest.
Flughafen-Geschäftsführer
Ludger van Bebber
bestätigte gestern
auf RP-Anfrage, dass
noch nicht alle
Entschädigungszahlungen
abgewickelt wurden.
"Wir haben noch
einen Stapel hier
liegen; die
Unterlagen haben wir
Ende letzten Jahres
bekommen." Diese –
beispielsweise
Grundbuchauszüge –
würden nun nach und
nach geprüft. "Wir
müssen die Verträge
mit den Bedingungen
abgleichen", erklärt
van Bebber. Er
rechnet damit, dass
innerhalb der
nächsten Wochen alle
Forderungen
abgewickelt seien.
Die Anwohner hätten
bis Ende vergangenen
Jahres Zeit gehabt,
alle Unterlagen zu
liefern. Diese
müssten erst geprüft
werden. "Wir haben
nie gesagt, dass das
innerhalb von 14
Tagen möglich ist",
wundert sich der
Flughafen-Chef.
"Gewisse Zeit
zugestehen"
Auch Heike van
Straelen,
Vorsitzende der
Aktionsgemeinschaft
gegen Fluglärm, ruft
ihre Mitstreiter zu
Geduld auf: "Man
muss dem Airport ja
eine gewisse Zeit
für die Prüfung
zugestehen." Sie
selbst habe anfangs
auch damit gerechnet,
dass die Zahlungen
schneller kämen –
und dies auch bei
einer Versammlung
kundgetan. "Da bin
ich wohl ein
bisschen
vorgeprescht", sagt
sie nun. Ein
Vorstandskollege
habe schon damals
gesagt, dass er erst
im Februar oder März
mit den Zahlungen
rechne. Dass viele
Mitglieder der
Aktionsgemeinschaft
auf ihr Geld warten,
bestätigt van
Straelen: "Ich werde
mit E-Mails
bombardiert."
Internet Alle
Hintergründe zu den
gerichtlichen
Auseinandersetzungen
um den Airport Weeze
gibt es unter
www.rp-online.de/kleve.
Quelle: RP
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