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Flughafen
Weeze zufrieden mit
Gewerbeansiedlung
Weeze. Der Flughafen
Weeze hat 24
Millionen Euro
Schulden beim Kreis
Kleve, die er 2010
zurückzahlen muss.
Der "Airport City"
fehlt noch immer ein
Hotel. Die
Vermarktung von
Gewerbeflächen aber
mache Fortschritte,
so Flughafen-Chef
Ludger van Bebber.
Flughafen-Chef
Ludger van Bebber
und sein Mitarbeiter
Frank Mülders haben
beruflich eine
gemeinsame
Lieblingsfarbe: Blau.
Auch wenn der
Niederrhein häufig
Grau trägt, können
sie vom Schreibtisch
aus täglich einen
Blick auf ihre
persönliche
Himmelsfarbe werfen.
„2003 waren hier nur
zwei blaue Punkte,
jetzt sind es schon
ganz viele”, freut
sich Frank Mülders,
der für die
Vermarktung der
Gewerbeflächen des
Flughafens zuständig
ist. Und immer dann,
wenn ein Gebäude
oder Grundstück auf
dem 620 Hektar
großen Airport-Gelände
an den Mieter
gebracht wurde, wird
das auf einer Karte
blau markiert.
Flughafen-Chef
Ludger van Bebber
ist zufrieden mit
der Ansiedlung von
Gewerbe in Airport
City Weeze. Foto:
NRZ
Jürgen Büssow würde
von dieser Farbe
schon jetzt gerne
mehr sehen. Bei
seinem jüngsten
Besuch im Januar in
Weeze signalisierte
der
Regierungspräsident
den Gastgebern, dass
sich in Sachen
Gewerbe am Flughafen
mehr tun müsse. Eine
Ermahnung, die
Ludger van Bebber
mit einem
Schulterzucken
quittiert. „Wir sind
sehr zufrieden mit
dem, was wir hier
schon geschafft
haben”, hält er
dagegen.
Vorzeigekunde
Ausbildungszentrum
Konkret bedeutet
das: Von den 250
Hektar, die für
Gewerbe aus dem
Bereich „Logistik,
Luftfahrt und
Freizeit” genutzt
werden können, sind
bisher 52 vergeben.
„Das ist ein
vernünftiges
Ergebnis”, meint van
Bebber, der die
Strategie des
Flughafens so
beschreibt: „Wir
lassen uns nicht
hetzen. Es geht hier
um eine hochwertige
und langfristige
Projektentwicklung
und nicht um
schnelle Vermarktung
mit der Brechstange.”
Ludger van Bebber
nennt ein Beispiel.
Ein Vorzeigekunde in
Sachen Gewerbe ist
zurzeit das
Ausbildungszentrum
für Feuerwehr,
Polizei und
Rettungsdienste „BOTC”.
Ein Projekt mit
stillem Vorlauf.
Während es 2007
einen Riesen-Rummel
um den angekündigten
und nie gebauten
Freizeitpark „Diamonda”
gab, machte sich die
niederländische
Firma BOTC in aller
Ruhe auf dem
Flughafengelände
breit und
investierte auf 15
Hektar in ihr
riesiges
Trainingszentrum,
auf dem es
mittlerweile fast
täglich
Katastrophen-Übungen
gibt.
600 Gebäude, mehr
als 300 vermietet
„Die Leute
unterschätzen, was
wir hier schon alles
nutzen”, meint auch
Frank Mülders. Von
den 600 Gebäuden aus
der Zeit der
Engländer hätten
mehr als 50 Prozent
neue Mieter. Das
gilt nicht für
Wohnhäuser, die zum
größten Teil leer
stehen, sondern für
Hallen, Hangars &
Co.
Ein weiteres
Beispiel: Der
Flughafen hat eine
halbe Million Euro
in das alte
Schulgebäude der
Briten investiert
und daraus ein
modernes Bürozentrum
gemacht. Eingezogen
ist bisher der
Reiseveranstalter „erlebe-fernreisen”,
der in Weeze von
vier auf 30
Mitarbeiter
gewachsen ist – und
weiter expandieren
möchte.
Beispiel Nummer drei
für das
Vermarktungskonzept:
Es gibt 2,4
Millionen Passagiere
und 1100
Arbeitsplätze, aber
noch immer kein
Hotel am Flughafen.
„Wir hätten schon
Verträge
unterschreiben
können”, so van
Bebber. Aber: Das
Hotel werde erst
dann realisert, wenn
das Konzept perfekt
zum Flughafen passe.
„Es mag sein, dass
das in diesem Jahr
geschieht”, so van
Bebber. „Alle guten
Chancen, die wir
haben, nutzen wir.”
Über konkrete
Umsatzzahlen aus der
„Airport City”
schweigt Ludger van
Bebber. Bleibt für
die Steuerzahler zu
hoffen, dass es sich
rechnet. Denn der
Flughafen hat noch
rund 24 Millionen
Euro Schulden beim
Kreis Kleve, die in
diesem Jahr
zurückgezahlt werden
müssen.
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