Polnische I.S.A.R.-Einheit übt am Airport
Weeze (RP) In diesen Tagen üben auf dem Gelände des Airport Weeze I.S.A.R.-Germany-Mitarbeiter und Kollegen aus Polen. Die Katastrophenhelfer wollen nach ihrem Einsatz im Erdbebengebiet von Haiti gemeinsam ihre Kenntnisse überprüfen und voneinander lernen. Mark Rösen, hauptberuflich bei der Flughafenfeuerwehr in Weeze beschäftigt, berichtete der RP von der mehrtägigen Übung.
"Bei unserem Einsatz in Haiti haben wir unter schwierigsten Bedingungen gearbeitet, mussten in Hitze und unter Stress arbeiten, waren übernächtigt und bekamen schlimmste Verletzungen zu sehen. Es ist wichtig, auch mal entspannter vorgehen zu können. So haben wir zum Beispiel im ehemaligen Kraftwerk des Airport getestet, wie sich Menschen mit schweren Wirbelsäulenverletzungen ruhig stellen und danach transportieren lassen. Verschüttete zu bergen und traumatisierte Menschen mit Gipsen und Verbänden zu versorgen, stellt die Helfer vor besondere Anforderungen."
Die befreundete I.S.A.R.-Einheit aus Polen gehöre zu einer staatlichen Feuerwehrschule und sei fachlich sehr fit. "Die kennen Tricks, die uns fremd sind, und umgekehrt vielleicht auch. Deshalb treffen wir uns in Abständen, um uns auszutauschen." Geübt wurde auch bei den Kollegen des BOTC (Feuerwehrtraining auf dem Airport-Gelände). Auch die Theorie sei nicht zu kurz gekommen.
Diesmal mussten die polnischen Freunde, die morgen wieder nach Hause fliegen, noch über Düsseldorf anreisen. Ab April können sie die Krakau-Verbindung nach Weeze nutzen. Auch andere ausländische I.S.A.R.-Gruppen (2009 waren Franzosen am Niederrhein) seien gern gesehene Gäste.
RP-Online


