Airport-Chef van Bebber auf dem Unternehmerfrühstück in Weeze: „Werden jeden fünften Passagier verlieren“

WEEZE. Er ließ durchaus lange auf sich warten. Schlussendlich gab er dann doch seine vom Bürgermeister und manchem Anwesenden gewünschte Stellungnahme ab: „Ja, wir gehen am Airport Weeze davon aus, dass unsere Passagierzahlen vor dem Hintergrund der neuen steuerlichen Situation um 20 Prozent sinken werden.“ Ludger van Bebber sagte dies, Geschäftsführer des Airport Weeze und aktuell einer von 42 Gästen beim jüngsten Unternehmerfrühstück mit der Wirtschaftsförderung Kreis Kleve in Weeze. Bis auf den letzten Platz besetzt war das neue, schmucke Marktcafé im Herzen des Schreinerdorfs, in dem nach Ansicht von Bürgermeister Ulrich Francken durch Wolfgang Reuters und seinen Entschluss zur Übernahme des Hauses „eine Marktlücke geschlossen worden ist“.

„Marktlücke geschlossen“

„Wir werden nach drei Millionen Passagieren in 2010 durch die neue Ticket-Tax wohl Fluggäste einbüßen“, hatte Bürgermeister Francken in seinem Lagebericht zum Standort Weeze noch ohne konkrete Zahlen eine Prognose geäußert und mit in Erwähnung gebracht, dass auch der Airport seinen maßgeblichen Beitrag zum Zuwachs bei den Übernachtungszahlen in Weeze geleistet habe. 5.447 Nächte verkauften die Weezer Anbieter noch in 2006. Nur vier Jahre später waren es bereits 8.415 Übernachtungen. Eine gewaltige Steigerung bei einer mittleren Verweildauer zwischen 1,9 und 3,1 Tagen.

Gut gelaufen sei es ebenfalls bei den Gewerbeflächenverkäufen wie auch bei der Entwicklung der Einwohnerzahlen. Firmen wie Wystrach, Uni-Geräte oder der Holzgroßhandel Geven hätten mit ihren Investitionen das Bild von Baukränen im Gewerbegebiet an der B9 geprägt. Und der Blick auf die wachsenden Einwohnerzahlen bei Zuwächsen von fast zehn Prozent in wenigen Jahren biete heute den Messwert von 10.800 Weezer Bürgerinnen und Bürgern. „Da sind Zuzüge in die Neubaugebiete, aber auch die Saison-Arbeitskräfte dabei. Aber die Zahl steht“, so Francken mit Blick in die morgendliche Gästerunde. Zwischen 1985 und 2010 hat Weeze den Besatz an Arbeitsplätzen von 1.414 auf 2.455 steigern können. Ein Grund mehr, die Existenz des Airports und seiner Kräfte neben allen touristischen Vorzügen zu schätzen.

Provada - Erfahrungen

Nachdem Kreis-Wirtschaftsförderer Hans-Josef Kuypers insbesondere die jüngsten Erfahrungen von der aktuellen Immobilien-Messe Provada in Amsterdam mitgeteilt hatte, die den Niederländer zurzeit eher als Aufträge Suchenden als Projekte Entwickelnden sahen – und dies vor dem Hintergrund schwieriger Eigenkapital-Gegebenheiten – hatte Hauptreferent Dr. Peter Glück als Vorsitzender der Geschäftsführung der auch für den Kreis Kleve zuständigen Agentur für Arbeit das Wort. Seit Mai 2010 ist der Bestand an Arbeitslosen in Weeze in allen Bereichen um etwa ein Drittel zurückgegangen. Der Zugang an Arbeitsstellen pendele sich bei 1.188 nach 1.037 im Vorjahr (2009) ein und die Ausbildungsquote sei mit 8,2 Prozent 1,6 Prozent über dem Landesschnitt. Nein, die Airport-Gemeinde Weeze, so unterstrich dieser Morgen, habe Rückenwind.

Foto: 42 Interessierte lockte das aktuelle Unternehmerfrühstück mit der Kreis-WfG ins Marktcafé der Gemeinde Weeze. Bürgermeister Ulrich Francken sah mit dem neuen Magneten eine Marktlücke geschlossen.

Kle-point

 

  
 
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