Freie Startbahn in den Urlaub

Weeze (RP). Der Fluglotsenstreik konnte ein weiteres Mal verhindert werden. Auch am Flughafen Weeze lief am Dienstag alles nach Plan. Mit dem Anruf der Schlichtung könnte das Streikrisiko bis zum Ferienende abgewendet sein.


"Unsere Kinder fliegen zum ersten Mal, das war schon alles aufregend genug. Wir haben uns in den vergangen Tagen große Sorgen gemacht, ob es wirklich losgehen kann", beschreibt Rob Claessen den Trubel, den der für Dienstag angekündigte Fluglotsenstreik in seiner Familie ausgelöst hat.

Mit Frau Carla, Sohn Rek (7) und Tochter Like (5) konnte er jedoch schließlich wie geplant abheben – nach Palma de Mallorca. Von der Streikabsage in letzter Minute erfuhren die Claessens wie viele Urlauber erst am Morgen: "Vor allem in den Niederlanden waren die Informationen sehr spärlich, so dass ich am Vortag noch bei unserer Fluggesellschaft angerufen habe. Dort sagte man mir nur, ich solle im Internet schauen."


Der Flughafen Weeze hat sich in den vergangenen Tagen auf den Ausnahmezustand vorbereitet, ebenso die Gastronomie: "Die Lokale hinter dem Sicherheitsbereich wären im Falle des Streiks zugeblieben, damit uns das Personal von dort hier im Bistro in der Eingangshalle hätte unterstützen können", so Yemima Potte von der "Grolsch Lounge".

Für den Fall eines Verzugs in den Nachmittag hinein waren im Vorfeld 100 Feldbetten vom Deutschen Roten Kreuz angefordert worden (RP berichtete). Noch vergangene Nacht gab es Entwarnung für das Personal, das für den Ernstfall eingeplant war. "Wir haben gemerkt, wie froh unsere Gäste waren, dass es nun losgehen konnte. Das hebt die Urlaubsstimmung dann noch mal zusätzlich", sagt Airport-Sprecher Holger Terhorst.

Neben den Urlaubern, die in die Sonne flogen, freuten sich auch die Abholer am Flughafen Weeze. Auch sie waren bei den Fluggesellschaften nicht weitergekommen: "Ich habe immer wieder versucht, die Gesellschaft zu erreichen, kam aber nicht durch. Schließlich hat mir meine Tochter am Morgen per SMS Entwarnung gegeben", berichtet Hanni Wegdam.

Bereits an vergangenen Donnerstag hatten sich die Fluggäste auf einen Streik eingerichtet. Mit einer einstweiligen Verfügung konnte die Deutsche Flugsicherung (DFS) den Streik kurzfristig verhindern. Neue Streikpläne für diese Woche hatten die Frankfurter Arbeitsgerichte in der Nacht zum Dienstag zunächst genehmigt. Die Arbeitsniederlegung schien damit besiegelt. Doch wenig später konnte die DFS durch den Anruf der Schlichtung schließlich die Notbremse ziehen. Dadurch gilt nun eine Friedenspflicht, die den Fluggästen bis zum Ende der Sommerferien Ruhe bescheren dürfe.


RP Online
 

 

  
 
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