Airport und Port gehen von Bord


Kreis Kleve. Der Flughafen Weeze und Hafen Emmerich sind auf der „Expo Real“ in München nicht mehr offizielle Standpartner.

Die Absagen kamen fast zeitgleich. So, als hätten sie sich abgesprochen: Der Airport Weeze und der Emmericher Hafen zeigen auf der Expo Real in München (4.-6. Oktober) dem Auftritt der Standort Niederrhein GmbH die kalte Schulter. Sie steigen als Partner der Kreiswirtschaftsförderung Kleve aus. Zum ersten Mal. Offiziell zumindest sind damit zwei Logistik-Leuchttürme der Region auf der renommiertesten Immobilienmesse nicht mehr präsent.

Flughafen-Geschäftsführer Ludger van Bebber muss nach dem wirtschaftlich schwierigen Jahr rechnen: „Für uns ist das eine Kosten-Nutzen-Frage“, sagt er. Dass man sich nicht mehr am Messestand beteiligt, bedeute aber nicht, dass der Flughafen nicht mehr auf der Messe präsent ist. Im Gegenteil: Mit drei Leuten würden aktiv Gespräche mit Partnern gesucht. „Wir können jetzt flexibler reagieren und uns auf der Messe Kontakte suchen“, sagt van Bebber. Unter anderem sucht er Partner für ein Hotel auf dem Flughafengelände.

Airport Weeze und Port Emmerich hatten sich mit jeweils 7500 Euro an den Standkosten beteiligt. Kosten, die nun auf die anderen Partner umgelegt werden. „Alle müssen jetzt bluten“, sagte Kreiswirtschaftsförderer Hans-Josef Kuypers: „Das ist aber nicht so dramatisch.“ Kuypers war es in der Vergangenheit gelungen, mit Flughafen und Hafen zwei potente Partner mit ins Boot zu ziehen: „Wir haben damit die Kosten für alle um 15 000 Euro gesenkt.“ Nicht jeder habe das geschafft.

Natürlich ist Kuypers über den Abflug der beiden Partner enttäuscht, auch wenn er es sich nicht groß anmerken lässt: „Wir bedauern das. Das tut weh, aber davon geht die Welt nicht unter. Aus Partnern werden keine Feinde. Natürlich möchten wir mit breiter Brust in München auftreten. Nun fehlt schon ein wenig Strahlkraft, aber als Kaufmann kann ich das sogar verstehen.“

Mag das Fehlen der beiden Werbepartner ein Image-Verlust bedeuten, die konkreten Folgen sind für die Aussteiger überschaubar. Hafenchef Ulrich Schnake und Flughafen-Geschäftsführer Ludger van Bebber dürfen auf der Bühne nicht mit Steffi Neu plaudern und da keine Interviews geben – das war’s auch schon. Im PR-Film der Kreiswirtschaftsförderung dagegen bleiben Hafen und Flughafen einstweilen drin: „Sie sind auch in allen Prospekten vertreten. So kleinkariert sind wir nicht.“

Auch Bertram Gaiser, Geschäftsführer der Standort Niederrhein GmbH, bleibt gelassen: Die Absage „schmeißt unseren Messeauftritt nicht um“.


Der Westen

 

  
 
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