Solarstrom ab 2012

Das gute Wetter der vergangenen Wochen hat es den Arbeitern leicht gemacht, die Tische und Module für die Solaranlage auf dem Airportgelände zu montieren. 13 Megawatt Strom können ab 2012 produziert werden.

Zwischen Bunkern, Wald und Landebahn erstreckt sich der Solarpark des Airport Weeze. Die Anlage wird Ende Dezember fertiggestellt und soll ab 2012 jährlich 13 Megawatt Strom produzieren. Foto: Gerhard SeybertAuf dem Gelände der künftigen Solaranlage im Außenbereich des Airport Weeze wird in diesen Tagen im Akkord geschraubt. Bis zu 100 Männer montieren Solarmodule auf die 2000 "Tische", die in den vergangenen Wochen aufgestellt wurden.

Insgesamt müssen auf diese Weise etwa 60 000 Module angebracht werden. Sie sollen demnächst Sonnenstrahlen sammeln und damit pro Jahr 13 Megawatt Strom produzieren.

1,3 Kilometer lang ist der Zaun, der die Landebahn von der Solaranlage abschirmt. Noch weit mehr Zaun mus aufgestellt werden – plus Videoüberwachung. Das Gebiet ist riesig und praktisch nur von oben komplett überschaubar. Um Schattenwurf zu vermeiden, müssen die Bunker und sonstigen Altgebäude samt ihrer unmittelbaren Umgebung ausgespart werden. Die Tische sind in Reihen mit so viel Abstand voneinander aufgestellt, dass die Sonne die schräg gestellten Solarzellen optimal treffen.


Ludger van Bebber, Geschäftsführer des Flughafens und Verpächter der Fläche, ist froh über das hervorragende Wetter der vergangenen Wochen. "Nicht nur im Betrieb ist es gut, wenn die Sonne scheint. Das kam jetzt auch dem Fortgang der Arbeiten sehr entgegen." Vor Jahresende muss die Anlage funktionsfähig und vom RWE abgenommen sein. Nur dann gibt's die begehrte Einspeisevergütung. Der Airport Weeze verbraucht pro Jahr etwa sieben bis acht Megawatt Strom.

Wenn die Anlage mehr produziert, als der Flughafen benötigt, wird die überschüssige Energie ins Netz eingespeist. Die Montage der Module und die Verkabelung geschehen zum Teil parallel. Zehn Trafos sind auf der Fläche verteilt, wandeln den Strom um und leiten ihn zum großen Haupteinspeisepunkt auf dem Flughafengelände.


Wenn, wie abzusehen, alles noch in diesem Jahr fertig wird, erhält der Investor die derzeit noch geltende Einspeisevergütung von 21 Cent pro Kilowattstunde. Auf Konversionsflächen lohnt sich die Investition noch.

Der chinesische Investor will schließlich Geld verdienen. Die Module werden übrigens in China produziert. Während Solarparks in Deutschland schon wieder unattraktiver werden, gewinnt das Thema anderswo an Fahrt. "In Italien, Bulgarien und Rumänien geht es jetzt erst richtig los", sagt Bauleiter Dirk Näther.

Laut Ludger van Bebber wird überlegt, ob der Flughafen das Thema Solarstrom irgendwie im Terminal "visualisieren" kann. Damit die Fluggäste erkennen, dass der Airport sich bemüht, energetisch vernünftig zu wirtschaften.

RP Online

 

 

  
 
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